Danke, CAIS!

Nach einem Jahr geht unser Fellowship am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) jetzt zu Ende. Wir haben das Projekt erheblich vorangebracht, wir haben viel gelernt und so viele fantastische Leute getroffen! Kaum zu glauben, dass wir uns nun schon verabschieden müssen.

Das CAIS ist ein Forschungskolleg in Bochum, dass sich mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung auseinandersetzt. Der Austausch mit ForscherInnen und ExpertInnen am und rund ums CAIS hat uns ermöglicht, unser Projekt – nebst praktischer Durchführung – wissenschaftlich zu fundieren und evaluieren. Ohne das CAIS wäre das Projekt nicht, wo es heute ist: Schon vier Schulen mit über 1500 SchülerInnen profitieren bereits seit 8 Monaten von der Digital Library, dazu haben wir unter anderem zahllose Workshops durchgeführt und ein User Guide erstellt, um den Schulen die eigenständige Nutzung der Technik zu ermöglichen; wir haben zwei wissenschaftliche Paper verfasst und werden in Kürze eines davon auf der IDIA2018-Konferenz in Südafrika, sowie im November auf der Digital Innovation for Development Konferenz in Leipzig vorstellen. Nun beginnen wir die Zusammenarbeit mit dem Chancellor College der University of Malawi, die das Projekt vor Ort leiten soll – ein Meilenstein für die Nachhaltigkeit der Digital Libraries.

Und das sind nur Teile von dem, was wir mit dem Fellowship am CAIS erreicht haben. Es ist schwer vorstellbar, dass diese tolle Zeit nun schon vorbei ist. Wir werden Bochum, das CAIS, alle Team-Mitglieder und Co-Fellows sehr vermissen! Allerbesten Dank für alles und hoffentlich bis sehr bald!

Tatcamp & #questival18 – Anpacken für die LibraryBox 🚀🎉

Wir sind noch ganz benommen vor glück, denn gestern und heute waren wir Teil des questivals bei quäntchen + glück. Beim questival feierte die Darmstädter Agentur ihre Neuausrichtung & Relaunch, und in diesem Rahmen haben sie einen Mini-Hackathon, ein sog. Tatcamp, für unser Projekt veranstaltet. 

Das heißt: wir lieferten aktuelle Challenges und Ziele — und viele freiwillige Helfer, Experten aus Bereichen wie IT, Webdesign, Marketing usw. kamen in der quäntrale (der Zentrale von q + g) zusammen, um anzupacken. Es funktioniert ein bisschen wie ein  Barcamp (siehe cosca18), nur geht’s hier um Tatkraft fürs Projekt. Tatkraft + Barcamp = Tatcamp!

Wir sind beeindruckt, wie viele Menschen gekommen sind, um unser Projekt zu unterstützen! Leider ist das Tatcamp heute schon vorbei, doch in dieser kurzen Zeit ist super viel passiert: Brainstorming, Texten, Designen, Coden, Planen… – und die Ergebnisse sind fantastisch! Für unsere Challenges in allen Missionen, also Technik, Design&Website, Projektstruktur&Recruiting sowie Fundraising&Kommunikation wurden Konzepte erarbeitet und auch schon konkrete Maßnahmen umgesetzt. Niels und ich können nun an diesen Erfolg anschließen und mit den Ergebnissen weiterarbeiten. Wir sind einfach begeistert!

Also nochmals allerbesten Dank an quäntchen + glück für das Tatcamp, und vielen vielen Dank an alle TatcamperInnen für ihren großartigen Einsatz für Next Generation Africa und die Library Box in Malawi ! Ihr seid die Besten! 💪🏻🚀

Mit vereinten Kräften — Zukunftsplanung mit dem Chancellor College

Unser Projekt soll nachhaltig wirken. Dafür ist die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort besonders wichtig. In dieser Hinsicht hat unser Projekt heute einen großen Schritt getan:

Zukünftig werden wir das Projekt in Malawi gemeinsam mit dem Chancellor College der University of Malawi umsetzen. In allen Bereichen vom Design der Technik, der Einführung und den Workshops an den Schulen, bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung werden wir mit dem Chancellor College zusammenarbeiten. Dafür haben wir heute in Zomba, dem Sitz der Uni, ein Memorandum of Understanding  erarbeiten. Nächste Woche wird es unterschrieben. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!!

Zurück in Malawi – Tiyambepo!

Ich, Freddy, bin nun wieder in Malawi angekommen! Niels wird in etwas mehr als einer Woche auch in Malawi ankommen.

Damit beginnt die dritte Reise unseres Pilotprojektes. Seitdem wir die Technik im Januar installiert und die LehrerInnen und SchülerInnen in Workshops trainiert haben, sind schon fast drei Monate vergangen. Drei Monate, in denen SchülerInnen in ihrer Freizeit das digitale Wissen erkunden und LehrerInnen die vielen Videos, Bilder und Texte für eine bunte Unterrichtsgestaltung nutzen konnten. Allmählich nähert sich die Pilotphase dem Ende.

Bei dieser Reise ist deshalb das Ziel, zu evaluieren, wie sich das Projekt entwickelt hat, welche Erfahrungen die Schulen gesammelt haben, was sie gut fanden und was verbessert werden muss. Denn auch auf dieser Grundlage, der Evaluation, gilt es zu beantworten: Wie wollen wir weitermachen? Wie kann das Projekt nachhaltig vor Ort Nutzen entfalten? 

Das alles wollen wir mit den SchülerInnen und LehrerInnen und unseren verschiedenen Partnern vor Ort erarbeiten. 

Wir freuen uns auf spannende Gespräche, konstruktive Ideen und viel Freude bei der Arbeit mit unseren malawischen Freunden.

In diesem Sinne: Tiyambepo – Los geht’s! 

Digitales Lernen in Eswazini – der erste Schritt ist getan

Heute war es endlich soweit: Unterricht mit der Digital Library! Dieser Biologielehrer der neunten Klasse war der erste. Sein Thema ist momentan das Nervensystem des Menschen. Er hat das schon oft unterrichtet, aber war bisher immer gezwungen, allein mit Worten zu umschreiben, wie zum Beispiel das menschliche Gehirn aussieht.

Es aber selbst zu sehen, das konnte die mangelnde Bücherausstattung an einer Schule wie Eswazini nur den wenigsten jungen Menschen ermöglichen. Mit der Digital Library hat sich das auf einen Schlag geändert:

Mit einem Beamer und Bildern aus der offline Digital Library konnte die ganze Klasse das Gehirn betrachten. Die Schüler hatten Spaß und haben aus dieser Unterrichtsstunde viel mitgenommen.
Diese Woche folgen noch weitere Stunden, wir freuen uns auf noch mehr digitales Lernen!

Digital Library in Eswazini – Workshop fertig

Eswazini Workshop

Auch an der Eswazini Community Day Secondary School haben wir einen eigenen Workshop durchgeführt. Gestern hat er geendet, doch nächste Woche geht es erst richtig los:
Die Digital Library wird praktisch eingesetzt. Es wird Unterrichtsstunden von Biologie über Englisch und Sozialkunde bis hin zur Physik geben: Die Digital Library hält für alle das passende bereit.

Wir werden uns mit Lehrerinnen und Lehrern zusammensetzen, sie beraten und so individuell weiter schulen und trainieren. Viele Lehrkräfte haben angekündigt, in der kommenden Woche eine digitale Unterrichtsstunde auf die Beine zu stellen. Und das, obwohl einige von ihnen zuvor noch nie Kontakt mit Computern hatten. Das zeigt: Die Motivation ist riesig. Und das motiviert uns noch umso mehr!

Teacher Workshop — Medienkompetenz für Lehrer

Hier geht es zum Video: TeacherWorkshopJan2018

Unser erster Digital Library Workshop ist abgeschlossen. In den letzten vier Tagen sind Lehrer und Lehrerinnen unser drei Projektschulen zusammengekommen, um zu lernen, wie man die Digital Library benutzt und sie im Unterricht einsetzt. Jeder soll mitgenommen werden.

Die Stimmung war super! Alle waren total motiviert und ehrgeizig, Neues zu lernen. Von den Computer-Basics ging es über den Zugriff auf die Digital Library, bishin zu den Unterrichtsmethoden. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer Vorführ-Unterrichtsstunde über die Zusammensetzung der Luft und den Einfluss von Treibhausgasen.

Doch damit ist das Training noch nicht vorbei. Die Begeisterung wurde geweckt. Wir wurden nun schon mehrmals gefragt, wann und wo man mehr lernen kann. Auch deshalb möchten wir in den kommenden Wochen noch weitere Trainingseinheiten anbieten.

 

Es geht wieder los: zweite Projektreise 

Es ist so weit: in drei Tagen sind wir wieder in Malawi. Dieses Mal heißt es, in die Tat umsetzen, was wir nun schon seit mehr als einem Jahr vorbereiten. Es geht richtig los: Workshops für Lehrer und Schüler, Installation der Digital Library und Integration in den Unterricht. Wir sind total gespannt!

Unsere Malawi Reise — Rückblick

Unser Digital Library Projekt nimmt Fahrt auf. In den letzten vier Wochen in Malawi haben Freddy und ich alle drei Projektschulen besucht. Wir haben uns mit Schülern und Lehrern zusammengesetzt und mit allen Beteiligten gesprochen. Dabei sind viele neue Ideen und Ansätze entstanden.

Die gemeinsame Vorbereitung war der Hintergrund dieser ersten Reise. Es ging darum, die Digital Library vorzustellen und den Menschen ein Bild von der Technik und den Möglichkeiten zu geben. Gemeinsam ging es dann ans Brainstorming: Ideen zum Einsatz, dem Inhalt und der Umsetzung der Digital Library wurden entwickelt. Schüler, Lehrer, Schulleiter und Stammesoberhaupt waren dabei. Jeder hat Ideen einbringen und mitgestalten können. Es wurde eifrig diskutiert und geplant. Wie kann man mit den Stromausfällen umgehen? Welche Inhalte werden benötigt? Alle Ideen und Pläne fassen wir nun zusammen. Ab Januar setzen wir sie um.

Auch die Testdurchläufe der Digital Library haben gezeigt: Der Ansatz stimmt, die Schüler sind begeistert! Schüler kommen zu uns und bedanken sich und erzählen, dass sie es kaum erwarten können, bis die Digital Library an ihrer Schule installiert wird. Sie wollen mehr erfahren, mehr lernen.

Nach unserer Zeit an den Schulen ging es in die Hauptstadt. Hier trafen wir uns mit Personen und Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit und dem Bildungsbereich. Dazu zählten die deutsche Botschaft, GIZ, KFW sowie UNICEF, die schon seit vielen Jahren in Malawi aktiv sind. Am Ende haben wir sogar noch kurzfristig ein Meeting am Bildungsministerium gehabt. So einen „innovativen Ansatz braucht es“. „Der Bedarf ist enorm“ heißt es.

Nun sind wir voller Tatendrang zurück am Center for Advanced Internet Studies in Bochum. Jetzt heißt es für uns in den nächsten Monaten Technik und Inhalte vorbereiten, pädagogisches Konzept zusammenstellen und Sponsoren finden.

Testdurchlauf

Heute ging es mit den Mädchen der St. Mary Girls‘ Secondary School zur Sache.  Mit einer Gruppe von zufällig ausgewählten Schülerinnen stellten wir gemeinsam eine Unterrichtsstunde nach, wie sie schon sehr bald aussehen könnte: Die erste „Digital Library Lesson“.

Nach einer Einführung, bewegten sich die Mädchen nach kürzester Zeit wie selbstverständlich durch die Inhalte der Digital Library. Sie suchten nach der Geschichte des antiken Ägyptens, schauten Videos zum Aufbau des Periodensystem, bauten ihren eigenen virtuellen Stromkreislauf und vieles vieles mehr. Kurzerhand wurden die Hefte ausgepackt, um Notizen zu machen und das Neugelernte festzuhalten. „Das Lernen wir gerade in Biologie“. Immer wieder hörte man Lachen und Staunen. Am Ende wollten sie gar nicht mehr aufhören und die PCs ausschalten.