Digitales Lernen in Eswazini – der erste Schritt ist getan

Heute war es endlich soweit: Unterricht mit der Digital Library! Dieser Biologielehrer der neunten Klasse war der erste. Sein Thema ist momentan das Nervensystem des Menschen. Er hat das schon oft unterrichtet, aber war bisher immer gezwungen, allein mit Worten zu umschreiben, wie zum Beispiel das menschliche Gehirn aussieht.

Es aber selbst zu sehen, das konnte die mangelnde Bücherausstattung an einer Schule wie Eswazini nur den wenigsten jungen Menschen ermöglichen. Mit der Digital Library hat sich das auf einen Schlag geändert:

Mit einem Beamer und Bildern aus der offline Digital Library konnte die ganze Klasse das Gehirn betrachten. Die Schüler hatten Spaß und haben aus dieser Unterrichtsstunde viel mitgenommen.
Diese Woche folgen noch weitere Stunden, wir freuen uns auf noch mehr digitales Lernen!

Digital Library in Eswazini – Workshop fertig

Eswazini Workshop

Auch an der Eswazini Community Day Secondary School haben wir einen eigenen Workshop durchgeführt. Gestern hat er geendet, doch nächste Woche geht es erst richtig los:
Die Digital Library wird praktisch eingesetzt. Es wird Unterrichtsstunden von Biologie über Englisch und Sozialkunde bis hin zur Physik geben: Die Digital Library hält für alle das passende bereit.

Wir werden uns mit Lehrerinnen und Lehrern zusammensetzen, sie beraten und so individuell weiter schulen und trainieren. Viele Lehrkräfte haben angekündigt, in der kommenden Woche eine digitale Unterrichtsstunde auf die Beine zu stellen. Und das, obwohl einige von ihnen zuvor noch nie Kontakt mit Computern hatten. Das zeigt: Die Motivation ist riesig. Und das motiviert uns noch umso mehr!

Teacher Workshop — Medienkompetenz für Lehrer

Hier geht es zum Video: TeacherWorkshopJan2018

Unser erster Digital Library Workshop ist abgeschlossen. In den letzten vier Tagen sind Lehrer und Lehrerinnen unser drei Projektschulen zusammengekommen, um zu lernen, wie man die Digital Library benutzt und sie im Unterricht einsetzt. Jeder soll mitgenommen werden.

Die Stimmung war super! Alle waren total motiviert und ehrgeizig, Neues zu lernen. Von den Computer-Basics ging es über den Zugriff auf die Digital Library, bishin zu den Unterrichtsmethoden. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer Vorführ-Unterrichtsstunde über die Zusammensetzung der Luft und den Einfluss von Treibhausgasen.

Doch damit ist das Training noch nicht vorbei. Die Begeisterung wurde geweckt. Wir wurden nun schon mehrmals gefragt, wann und wo man mehr lernen kann. Auch deshalb möchten wir in den kommenden Wochen noch weitere Trainingseinheiten anbieten.

 

Es geht wieder los: zweite Projektreise 

Es ist so weit: in drei Tagen sind wir wieder in Malawi. Dieses Mal heißt es, in die Tat umsetzen, was wir nun schon seit mehr als einem Jahr vorbereiten. Es geht richtig los: Workshops für Lehrer und Schüler, Installation der Digital Library und Integration in den Unterricht. Wir sind total gespannt!

Unsere Malawi Reise — Rückblick

Unser Digital Library Projekt nimmt Fahrt auf. In den letzten vier Wochen in Malawi haben Freddy und ich alle drei Projektschulen besucht. Wir haben uns mit Schülern und Lehrern zusammengesetzt und mit allen Beteiligten gesprochen. Dabei sind viele neue Ideen und Ansätze entstanden.

Die gemeinsame Vorbereitung war der Hintergrund dieser ersten Reise. Es ging darum, die Digital Library vorzustellen und den Menschen ein Bild von der Technik und den Möglichkeiten zu geben. Gemeinsam ging es dann ans Brainstorming: Ideen zum Einsatz, dem Inhalt und der Umsetzung der Digital Library wurden entwickelt. Schüler, Lehrer, Schulleiter und Stammesoberhaupt waren dabei. Jeder hat Ideen einbringen und mitgestalten können. Es wurde eifrig diskutiert und geplant. Wie kann man mit den Stromausfällen umgehen? Welche Inhalte werden benötigt? Alle Ideen und Pläne fassen wir nun zusammen. Ab Januar setzen wir sie um.

Auch die Testdurchläufe der Digital Library haben gezeigt: Der Ansatz stimmt, die Schüler sind begeistert! Schüler kommen zu uns und bedanken sich und erzählen, dass sie es kaum erwarten können, bis die Digital Library an ihrer Schule installiert wird. Sie wollen mehr erfahren, mehr lernen.

Nach unserer Zeit an den Schulen ging es in die Hauptstadt. Hier trafen wir uns mit Personen und Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit und dem Bildungsbereich. Dazu zählten die deutsche Botschaft, GIZ, KFW sowie UNICEF, die schon seit vielen Jahren in Malawi aktiv sind. Am Ende haben wir sogar noch kurzfristig ein Meeting am Bildungsministerium gehabt. So einen „innovativen Ansatz braucht es“. „Der Bedarf ist enorm“ heißt es.

Nun sind wir voller Tatendrang zurück am Center for Advanced Internet Studies in Bochum. Jetzt heißt es für uns in den nächsten Monaten Technik und Inhalte vorbereiten, pädagogisches Konzept zusammenstellen und Sponsoren finden.

Testdurchlauf

Heute ging es mit den Mädchen der St. Mary Girls‘ Secondary School zur Sache.  Mit einer Gruppe von zufällig ausgewählten Schülerinnen stellten wir gemeinsam eine Unterrichtsstunde nach, wie sie schon sehr bald aussehen könnte: Die erste „Digital Library Lesson“.

Nach einer Einführung, bewegten sich die Mädchen nach kürzester Zeit wie selbstverständlich durch die Inhalte der Digital Library. Sie suchten nach der Geschichte des antiken Ägyptens, schauten Videos zum Aufbau des Periodensystem, bauten ihren eigenen virtuellen Stromkreislauf und vieles vieles mehr. Kurzerhand wurden die Hefte ausgepackt, um Notizen zu machen und das Neugelernte festzuhalten. „Das Lernen wir gerade in Biologie“. Immer wieder hörte man Lachen und Staunen. Am Ende wollten sie gar nicht mehr aufhören und die PCs ausschalten.

Es geht los — 1. Projektreise

Die erste vorbereitende Reise unseres Digital Library Projekts steht bevor. In den kommenden drei Wochen werden wir die drei Projektschulen besuchen und mit allen Beteiligten — Lehrer*innen wie Schüler*innen — ein pädagogisches Konzept erarbeiten. Dieses Konzept wird die Installation der Digital Libraries im Januar begleiten und sie in den Schulalltag integrieren. Der gemeinsame Ansatz ist uns besonders wichtig. Er ist eine Voraussetzung für Nachhaltigkeit.

Besuch aus Malawi: Bischof Martin Mtumbuka

Wir hatten heute die Ehre, Martin Mtumbuka, Bischof der Diözese Karonga, am CAIS willkommen zu heißen. Als Träger zweier Projektschulen — der Chaminade Secondary School und der St. Mary’s Secondary School —  ist er ein zentraler Partner für die Planung und Durchführung des Digital Library Projekts in Malawi. Deshalb hat es uns heute umso mehr gefreut, das Projekt in seinen Einzelheiten mit ihm besprechen und ausarbeiten zu können. Als wir Bischof Martin einige Inhalte der Digital Library vorführten, war er hellauf begeistert.  Nachdem er die Simulationen für den Chemie- und Physikunterricht selbst ausprobiert hat, meinte er sogar lachend, er wäre selbst wieder gerne in der Schule. Hinsichtlich der Integration der Technik in den Unterricht hatte er noch einige Anregungen und Ideen, die wir in das Konzept aufnehmen. Letztendlich schlug er uns sogar vor, das Projekt — über die aktuellen Projektschulen hinaus — auf noch weitere Schulen seiner und der benachbarten Diözese auszuweiten; der Bedarf sei da. 

Nach einem so regen und fruchtbaren Austausch ließen wir den produktiven Tag bei einem gemütlichen Dinner mit Diskussionen über unsere Länder, die Politik und das Leben ausklingen. In zwei Wochen werden wir Bischof Martin in Karonga  selbst besuchen. Wir freuen uns drauf!