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Malawi – The Warm Heart of Africa

Leben, Gesellschaft und Herausforderungen eines aufstrebenden Landes

Leben und Leute

Malawi – ein vergleichsweise kleines Land im Südosten des riesigen afrikanischen Kontinents. Malawier bezeichnen ihr Land gerne als „The Warm Heart of Africa“, „Das Warme Herz Afrikas“. Und das spürt man auch vor Ort: Die Menschen sind außerordentlich gastfreundlich, neugierig und offen. Als dieses freundliche, kleine, ruhige, aber faszinierende Land ist es auch für Touristen ein interessantes Ziel: Afrika für Einsteiger.

Kind am Malawisee während des Sonnenaufgangs
Am Malawisee

Bekannt ist Malawi meistens für seinen beeindruckenden Malawisee, der sich über unglaubliche 570km erstreckt und einerseits als das größte Süßwasserreservoir Afrikas und andererseits als der fischartenreichste See der Welt gilt. Das ein oder andere mag man auch über Armut und Hunger in Malawi hören, insbesondere wenn die landwirtschaftlich geprägte Gesellschaft mit Missernten zu kämpfen hat. Doch von religiösen Konflikten, Terrorismus oder sonstiger bewaffneter Gewalt bleibt Malawi glücklicherweise verschont, und so ist es in den europäischen Medien wohl weniger präsent als andere afrikanische Staaten.

Fischer im Einstamm-Boot auf dem Malawisee
Gesellschaftliche Situation im Überblick

Dennoch sieht sich Malawis Gesellschaft großen Herausforderungen ausgesetzt. Die weitreichende Armut, der Hunger, die mangelnde medizinische Versorgung und daraus folgende hohe Kindersterblichkeit und geringe Lebenserwartung scheinen unüberwindbar. Mit seinem HDI (Human Development Index) von 0,476 (zum Vergleich Deutschland: 0,926; der HDI kann zwischen 0 und 1 liegen) steht Malawi auf der von den Vereinten Nationen herausgegebenen Rangliste menschlicher Entwicklung auf Platz 170 von 188¹ (Stand: 2016).

Malawisches Dorf an einer Straße

Ein wirtschaftlicher Aufschwung, der Entwicklung auch in den eben genannten Bereichen der Ernährung und medizinischen Versorgung ermöglichen würde, steht kurz- und mittelfristig nicht in Aussicht: Malawi hat außer qualitativ mittelmäßigem Tabak kaum Exportgüter vorzuweisen. Außerdem verfügt das Land praktisch über keinen industriellen Sektor: Die Bevölkerung ist hauptsächlich in der hauseigenen Landwirtschaft tätig, schließlich sind abgesehen davon nicht viele sichere Arbeitschancen vorhanden.

Auf dem Malawisee


  1. United Nations Development Programme: Overview Human Development Report 2016, S. 22-25. Abgerufen am 21.5.2017.