Digital Library

Digital Wissensdurst löschen

Das Digital Library Projekt bildet den Kern unserer Arbeit. 

Das Problem

Mangel an Bildungsmaterialien

An vielen Schulen im ländlichen Afrika herrscht ein grundlegender Mangel an Bildungsmaterialien

Das Problem

Unterricht mit 'Talk and Chalk'

Experimente oder Versuche können nur theoretisch erklärt werden, Wissen wird abstrakt vermittelt. So musste Mrs. Kanyika, eine Erdkundelehrerin der Chaminda School, lange Zeit nur mit ‚Talk and Chalk‘ – Kreide und Lehrermonolog – ihren Unterricht gestalten. Anschaulicher Unterricht sieht anders aus. Von den Möglichkeiten, die sich uns Tag für Tag bieten, kann kein malawisches Kind Gebrauch machen.

Die dringend benötigte Bildung, die Staaten wie Malawi und seinen Einwohnern zu einer besseren Zukunft verhelfen könnte, bleibt auf der Strecke. Genauso sieht es in vielen anderen afrikanischen Staaten aus. Wir sind davon überzeugt, dass Bildung der maßgebliche Schlüssel zur erfolgreichen Entwicklung einer Gesellschaft ist und dass es die Jugend von heute ist, die die Entwicklung von morgen antreiben wird.

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Problem 2

Unterricht mit 'Talk and Chalk'

Experimente oder Versuche können nur theoretisch erklärt werden, Wissen wird abstrakt vermittelt. So musste Mrs. Kanyika, eine Erdkundelehrerin der Chaminda School,  lange Zeit nur mit ‚Talk and Chalk‘ – Kreide und Lehrermonolog – ihren Unterricht gestalten. Anschaulicher Unterricht sieht anders aus. Von den Möglichkeiten, die sich uns Tag für Tag bieten, kann kein malawisches Kind Gebrauch machen.

Die dringend benötigte Bildung, die Staaten wie Malawi und seinen Einwohnern zu einer besseren Zukunft verhelfen könnte, bleibt auf der Strecke. Genauso sieht es in vielen anderen afrikanischen Staaten aus. Wir sind davon überzeugt, dass Bildung der maßgebliche Schlüssel zur erfolgreichen Entwicklung einer Gesellschaft ist und dass es die Jugend von heute ist, die die Entwicklung von morgen antreiben wird.

Deshalb braucht es eine Lösung, die einfach, effektiv und kostengünstig Bildungsmaterialien bereitstellt. Wir haben eine Lösung entwickelt. 

Unsere Lösung

Mit der Digital Library Wissensdurst löschen

Einsatz der Digital Library an der Chaminde Secondary School.

Digitalisierung, die ganz einfach funktioniert

Unsere Lösung ist simpel: Ein robuster Miniserver, der kein Internet braucht. Denn er ist bereits mit allem bestückt, was in den jeweiligen Lehrplänen vermittelt werden soll.  Lizenzfrei, kostenlos und offline. Von Wikipedia bis zu grafischen Darstellungen oder Anwendungen, die Experimente nachvollziehbar machen. Auch die lokalen Schulbücher sind abrufbar. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern geben wir Bildungschancen direkt in die Hände der Schulen vor Ort. LehrerInnen bekommen aktuelle Unterrichtsmaterialien an die Hand, SchülerInnen rufen den Stoff während des Unterrichts oder am Nachmittag in Computer- oder Bibliotheksräumen ab. Sie können sich besser auf Examen vorbereiten, der Unterricht wird als motivierender erlebt, ein selbstständiges Nacharbeiten des Stoffes wird möglich. Mit der Digital Library schaffen wir es somit, Bildung schnell und nachhaltig digital zu gestalten. 

Technik allein verbessert noch nicht den Unterricht!

Technik

Die LibraryBox ist das technische Herzstück des Projekts. Dabei handelt es sich um einen kleinen Miniserver, auf dem die Bildungsinhalte gespeichert sind und über ein lokales Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. So können SchülerInnen und LehrerInnen mithilfe von Endgeräten ganz einfach auf die LibraryBox zugreifen. Im Unterricht kann problemlos eine ganze Klasse mit der LibraryBox arbeiten. Auch zur Erwachsenenbildung dienen die LibraryBoxes inzwischen. Zu geregelten Zeiten bilden sich an den Nachmittagen auch BewohnerInnen umliegender Ortschaften weiter. Generell braucht es für den Betrieb einer Digital Library vor allem Endgeräte, aber auch der zentrale Einsatz, zum Beispiel mit Beamern, ist sehr beliebt.

Workshops

Die Digital Library ist als Hilfsmittel für den Unterricht zu verstehen und geht deshalb nicht mit einem neuen technologie-zentrierten pädagogischen Konzept einher. Der Mensch bleibt der wichtigste Vermittler von Wissen. Deshalb werden LehrerInnen in  intensiven Workshops mit der Technik vertraut gemacht, lernen die Benutzung von Computern und den Einsatz im Unterricht. Unsere Workshops bestehen aus insgesamt acht Modulen. Nach der Schulung der LehrerInnen folgen dann die Trainingseinheiten für die SchülerInnen. Diese werden von LehrerInnen vor Ort selbst durchgeführt. 

Soziale Integration und Nachhaltigkeit

Ein Hauptziel unseres Ansatzes ist es, Projekte gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort zu leiten und eine effektive und autonome Benutzung der Technologie zu fördern. So sollte das Projekt vor Ort, entsprechend dem Konzept der ‚Social Embeddedness‘, verwurzelt werden. Um das zu erreichen, orientieren wir uns stets an dem genauen Bedarf und die Anforderungen der Beteiligten. Gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort werden dann begleitende soziale Integrationsmaßnahmen bestimmt. Diese beinhalteten u.a. Planung von Workshops, die Klärung von personellen Zuständigkeiten vor Ort, sowie regelmäßige Aktionen mit der Community und Treffen mit den traditionellen Autoritäten der Region, um das Projekt in der Community zu verankern. Das alles ist zentral für die nachhaltige Wirkung des Projekts. 

"The LibraryBox makes children from the poorest families access education in a way that at the moment is not possible. This is truly crucial for the students’ future, and that of their families."

Martin Mtumbuka
Bischof von Karonga und Schulträger einiger Projektschulen

"The LibraryBox makes children from the poorest families access education in a way that at the moment is not possible. This is truly crucial for the students’ future, and that of their families."
Martin Tumbuka
Bischof von Karonga und Schulträger einiger Projektschulen

Evaluation

Wir setzen uns ein, für Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Vorstellung unserer Arbeit auf der International Development Informatics Association (IDIA 2018) Conference in Johannesburg, Südafrika.

Wissenschaft und Wirksamkeit

Wir wollen unser Konzept kontinuierlich verbessern, um effektiv helfen zu können. Deshalb legen wir viel Wert auf intensive wissenschaftliche Begleitung unserer Maßnahmen. So wollen wir mithilfe von Evaluationen Erkenntnisse über den Nutzen der Digital Library zu gewinnen und Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln. In diesem Rahmen sind bereits zwei Forschungsarbeiten entstanden. Sie wurde beide im Rahmen des Fellowships der beiden Gründer am Center for Advanced Internet Studies geschrieben. Ein Paper beschäftigt sich dabei mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit, während die andere Arbeit das gesamte Projekt evaluiert. Beide Arbeiten haben dazu beitragen, das Projekt zu verbessern.

Wissenschaft und Wirksamkeit

Wir wollen unser Konzept kontinuierlich verbessern, um effektiv helfen zu können. Deshalb legen wir viel Wert auf intensive wissenschaftliche Begleitung unserer Maßnahmen. So wollen wir mithilfe von Evaluationen Erkenntnisse über den Nutzen der Digital Library zu gewinnen und Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln. In diesem Rahmen sind bereits zwei Forschungsarbeiten entstanden. Sie wurde beide im Rahmen des Fellowships der beiden Gründer am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) geschrieben. Ein Paper beschäftigt sich dabei mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit, während die andere Arbeit das gesamte Projekt evaluiert. Beide Arbeiten haben dazu beitragen, das Projekt zu verbessern.

Vorstellung unserer Arbeit auf der International Development Informatics Association (IDIA 2018) Conference in Johannesburg, Südafrika.

Nachhaltigkeit

Am CAIS ist eine Zusammenarbeit mit unserem Fellow-Kollegen Prof. Dr. Melih Kırlıdoğ entstanden. Er unterstützte uns in der wissenschaftlichen Begleitung des Digital Library Projekts. Dazu ist er direkt vor Ort nach Malawi gereist, um die drei Pilotschulen zu besuchen. Gemeinsam haben wir das Paper “Revisiting Sustainability: Digital Libraries in Malawian Schools” (2018) geschrieben und im August 2018 auf der International Development Informatics Association Conference (IDIA) präsentiert. Es behandelt das Thema Nachhaltigkeit von digitalen Entwicklungs- und Bildungsprojekten. Nach einem generellen Überblick der Literatur in diesem Bereich wurde das DLMP hinsichtlich seiner Nachhaltigkeitsaussichten analysiert. Dabei sprechen viele Faktoren für die Nachhaltigkeit des DLMPs. Zu nennen wären hier insbesondere die Bereitstellung adäquater Schulungsmaßnahmen, die Rolle des Digital-Library-Experts und -Prefects als „local leaders“, die Einbindung von lokalen qualifizierten Fachkräften sowie der hohe Grad an sozialer Einbettung. Als Herausforderung stellten sich vor allem die Kontinuität von Finanzen und die instabile Stromversorgung heraus. Schlussfolgernd sollten Wege gefunden werden, eine stabile Stromversorgung zu sichern, und Mechanismen für die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel ergründet werden. Hierzu wurden bereits erste Maßnahmen getroffen.

Melih während der Evaluationsreise im Gespräch mit Schülerinnen der St. Mary's Girls Secondray School

Gesamtevaluation

Neben der wissenschaftlichen Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit, wurde das Digital Library Projekt über den gesamten Zeitraum der Pilotphase ( 2017 bis 2018) wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Zeit am CAIS diente insbesondere dieser Evaluation, mit dem Ziel, Erkenntnisse über den Nutzen des Digital Library Projekts (d.h. Installation der Technik, deren Integration in den Unterricht sowie Vermittlung von Computerkenntnissen) zu gewinnen und Verbesserungspotenzial für eine zukünftige Ausweitung des Projektes zu identifizieren. Während des gesamten Verlaufs des Projekts fanden zu verschiedenen Zeitpunkten Datenerhebungen statt. Dabei kamen qualitative und quantitative Erhebungsinstrumente zum Einsatz. Im Mittelpunkt standen dabei die retrospektiven LehrerInnen- und SchülerInnenbefragungen durch Fragebögen vom Juni 2018. Die hierbei gewonnen Daten wurden unterstützt durch eine leitfadengestützte Fokusgruppe mit der Schulleitung und Digital-Library-Experts aller Pilotschulen, durch Auswertungen von Benutzungsdaten sowie durch standartisierte Logbücher, die die Lehrkräfte wöchentlich ausfüllten. 

Die begleitenden Studien des DLMPs, die wir im Rahmen CAIS Fellowships erarbeitet haben, machen deutlich, an welchen Stellen das Projekt bereits schon sehr gut den Bedarf an den Schulen deckt und wo es noch verbessert werden kann. Aus den Antworten geht u.a. hervor, dass die Nachfrage unter SchülerInnen, die Digital Library auch außerhalb des Unterrichts zu benutzen, sehr groß ist. Gleichzeitig hat ed jedoch teilweise organisatorische Probleme gegeben, weshalb der Einsatz der Digital Library außerhalb des Unterrichts einen klaren Stundenplan erfordert. Teilweise fehlen auch noch genügend Endgeräte für die große Zahl an SchülerInnen. Nichtsdestotrotz ist das DLMP auf einem sehr guten Weg: Die Evaluation hat den Nutzen des Projektes und die Begeisterung der Beteiligten vor Ort aufgezeigt. Die Digital Libraries werden an den Schulen intensiv genutzt und die Nachfrage nach dem weiteren Ausbau ist groß. Somit kann das Pilotprojekt als deutlich erfolgreich eingestuft werden.

Gesamtevaluation

Neben der wissenschaftlichen Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit, wurde das Digital Library Projekt über den gesamten Zeitraum der Pilotphase ( 2017 bis 2018) wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Zeit am CAIS diente insbesondere dieser Evaluation, mit dem Ziel, Erkenntnisse über den Nutzen des Digital Library Projekts (d.h. Installation der Technik, deren Integration in den Unterricht sowie Vermittlung von Computerkenntnissen) zu gewinnen und Verbesserungspotenzial für eine zukünftige Ausweitung des Projektes zu identifizieren. Während des gesamten Verlaufs des Projekts fanden zu verschiedenen Zeitpunkten Datenerhebungen statt. Dabei kamen qualitative und quantitative Erhebungsinstrumente zum Einsatz. Im Mittelpunkt standen dabei die retrospektiven LehrerInnen- und SchülerInnenbefragungen durch Fragebögen vom Juni 2018. Die hierbei gewonnen Daten wurden unterstützt durch eine leitfadengestützte Fokusgruppe mit der Schulleitung und Digital-Library-Experts aller Pilotschulen, durch Auswertungen von Benutzungsdaten sowie durch standartisierte Logbücher, die die Lehrkräfte wöchentlich ausfüllten. 

Die begleitenden Studien des DLMPs, die wir im Rahmen CAIS Fellowships erarbeitet haben, machen deutlich, an welchen Stellen das Projekt bereits schon sehr gut den Bedarf an den Schulen deckt und wo es noch verbessert werden kann. Aus den Antworten geht u.a. hervor, dass die Nachfrage unter SchülerInnen, die Digital Library auch außerhalb des Unterrichts zu benutzen, sehr groß ist. Gleichzeitig hat ed jedoch teilweise organisatorische Probleme gegeben, weshalb der Einsatz der Digital Library außerhalb des Unterrichts einen klaren Stundenplan erfordert. Teilweise fehlen auch noch genügend Endgeräte für die große Zahl an SchülerInnen. Nichtsdestotrotz ist das DLMP auf einem sehr guten Weg: Die Evaluation hat den Nutzen des Projektes und die Begeisterung der Beteiligten vor Ort aufgezeigt. Die Digital Libraries werden an den Schulen intensiv genutzt und die Nachfrage nach dem weiteren Ausbau ist groß. Somit kann das Pilotprojekt als deutlich erfolgreich eingestuft werden.